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Donnerstag, 18.01.2018

20:00 Uhr

Treffen am Feuerwehrhaus Remsfeld

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Die Geschichte des Brandschutzes in Remsfeld


Der Brandschutz hatte in Remsfeld seither einen ganz besonderen Stellenwert. Überliefert ist aus dem Jahr 1480 der „Große Brand“, der den damaligen Ortskern von Remsfeld fast komplett vernichtete. Die nächste in der Ortschronik erfolgte Erwähnung des Brandschutzes lautet auf das Jahr 1863. Dort wird erwähnt, dass der seinerzeitige Gemeindevorstand als Feueraufseher den Vizebürgermeister Johann Adam Schmidt beauftragte. Für die Folgezeit lässt sich aus den Remsfelder Analen eine organisierte und strukturierte Brandschutzarbeit nicht ableiten, allerdings war schon in den Jahren 1909 - 1913 der Remsfelder Georg Keim als ernannter Bezirksbrandmeister für den Brandschutz überregional aktiv. Demnach muss es zumindest in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts so gewesen sein, daß im Falle eines Schadfeuers die Remsfelder Männer mit ihren vermutlich dafür vorgehaltenen Ledereimern zum Brandort eilten, um dann dort -so gut es ging- der Feuersbrunst Herr zu werden. Zwar wurde bereits im Jahr 1518 die Druckspritze erfunden und circa 150 Jahre später der Lederschlauch, doch sollte es noch einige Jahre dauern, bis derart moderne Brandschutztechnik Remsfeld erreichen sollte.

Die sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Sportlerbewegung heraus bildenden Freiwilligen Feuerwehren stellten dann einen so großen Quantensprung dar, als dass sich dieser auch im flachen Land und insbesondere auch in unserer Heimat etablieren sollte.

Zwar war in Remsfeld zunächst der Brandschutz durch eine einmal im Jahr, nämlich am dritten Pfingsttage im Jahresrhythmus übende Pflichtfeuerwehr installiert worden, die mit einer Henschel Handdruckspritze aus dem Jahr 1848 ausgestattet war, doch wurde die Schlagkraft der Verpflichteten als eher gering aufgefasst.

So kam es dann schließlich im Jahre 1929 zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Remsfeld, deren erster Kommandant Wilhelm Rampe wurde.

Unter dessen Führung kam die Feuerwehr Remsfeld bei zwei Bränden in Relbehausen im Jahr 1934 zum Einsatz, musste aber feststellen, dass die Zeit der Handdruckspritzen vorbei war.

Daraufhin erreichte Wilhelm Rampe mit der Feuerwehr Remsfeld, in ein nationales Förderprogramm aufgenommen zu werden, infolgedessen die Feuerwehr im Jahr 1935 mit einer ersten Motorspritze ausgestattet wurde. Dieses historische Löschaggregat ist heute noch im landtechnischen Museum in Völkershain zu sehen.

Im Jahr 1938 übernahm dann Karl Koch als Ortsbrandmeister die Wehr und hatte seine Bewährungsprobe, die auch den ersten Einsatz der Motorspritze darstellte, am 11. Juni 1939 beim Dachstuhlbrand im Wohnhaus der Niedermühle.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten dann immer wieder einige der ursprünglich 60 Feuerwehrmänner aus Remsfeld zur Brandbekämpfung nach den schweren Luftangriffen auf Kassel nach dort abgeordnet werden.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde unter dem neuen Wehrführer August Opfermann der Wiederaufbau der Wehr betrieben. Aus dessen Amtszeit von 1945 bis 1952 ist ein Großbrand in Reddingshausen aus dem September 1947 des Hauses der Witwe Fröhlich überliefert.

In den Jahren 1952 bis 1958 führte Wilhelm Linden die Remsfelder Brandschützer an. In diese Zeit fällt der Erwerb einer Anhängeleiter mit einer Einsatzhöhe von 12 m.

Aus seiner Amtszeit ragt heraus der Unwettereinsatz im Jahr 1956, bei dem durch den mutigen Einsatz der Remsfelder Feuerwehrleute ein Dampfkessel des Remsfelder Tonwerkes vor einer überschwemmungsbedingten Explosion bewahrt werden konnte.

Ab dem 8. Februar 1958 wurde dann die Feuerwehr Remsfeld durch Heinz Pfeiffer geprägt, der das Amt 23 Jahre lang mit überragendem Engagement, innerster Überzeugung und viel Herzblut mit seiner gesamten Person ausfüllte. In dieser Zeit prägte er wie kein Anderer die Entwicklung der hiesigen Feuerwehr. So fällt in diese Zeit die Beschaffung einheitlicher Uniformen im Jahr 1960, die Installation einer elektrischen Sirene, der Erwerb einer Magirus Tragkraftspritze mit VW Motor, der Umzug vom alten Spritzenhaus in der Schellbacher Straße in das neue Feuerwehrgerätehaus im Rodeweg und ganz bestimmt nicht zuletzt die Beschaffung des ersten Remsfelder Löschfahrzeuges, den Opel Blitz LF 8. In seine Amtszeit fällt auch, dass im Jahr 1965 nicht nur die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses gefeiert wurde, sondern damit verbunden auch der Kreisfeuerwehrverbandstag des Landkreises mit einem Festzug, an dem 2.000 Feuerwehrmänner beteiligt waren, begangen wurde. In das selbe Jahr fällt auch die Gründung der Jugendfeuerwehr durch ihn und seinen Stellvertreter Berthold Beinhauer.

Bei den Bränden im Jahr 1974 in der Niedermühle und auf den Höfen Koch und Simon mussten die Remsfelder Einsatzkräfte ihre neue Technik und ihr ganzes Können unter Beweis stellen. Hierbei kam dann auch erstmals der neu eingeführte schwere Atemschutz zum Einsatz.

Das im Jahr 1979 begangene 50-jährige Jubiläum der Feuerwehr, bei dem über 1.500 Feuerwehrmänner am Festzug teilnahmen, stellte einen weiteren Höhepunkt in der ereignisreichen Amtszeit von Heinz Pfeiffer, der auch als Kreisausbilder weit über die Grenzen Remsfelds hinaus bekannt war, dar.

Seiner Zeit weit voraus war Heinz Pfeiffer auch mit der in der Region wegweisenden Entscheidung, Frauen als Einsatzkräfte in die Feuerwehr mit aufzunehmen und für deren Ausbildung höchstpersönlich Verantwortung zu übernehmen. Die weiblichen Einsatzkräfte bewährten sich bei einem Brand in der ehemaligen Gaststätte Kamp dann auch gleich hervorragend und räumten damit die seinerzeit noch bestehenden, erheblichen Vorbehalte der bis dahin ausschließlich männlichen Einsatzkräfte aus.

Zu seinen Ehren und wegen seiner unvergessenen Verdienste ist daher auch die auf dem Giebel des neuen Anbaus angebrachte Galionsfigur auf den Namen ‚Heinz‘ getauft worden.

Am 7. Februar 1981 übernahm dann nach fast einem Vierteljahrhundert der Wehrführung durch Heinz Pfeiffer Berthold Beinhauer die Wehr. Aus seiner Amtszeit sind zwei große Einsätze, einer in der Stuhlfabrik und einer im Wohnhaus Dingel, überliefert. In dessen Amtszeit wurde auch erstmalig aus Vereinsmitteln ein Kleinbus zum Mannschaftstransport beschafft.

Nach fünfjähriger Amtszeit übernahm dann 1986 Werner Sinning die Verantwortung für den Brandschutz in Remsfeld. In dessen Amtszeit änderte sich das Anforderungsprofil, dem die Remsfelder Wehr sich gewachsen zeigen musste, nachhaltig: Über den reinen Brandschutz hinaus kam nun auch die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen hinzu, so dass dementsprechend auch die Ausstattung eine grundlegende Erweiterung zu erfahren hatte. Das zu dieser Zeit bereits erheblich gealterte Löschfahrzeug LF 8 wurde demzufolge im Jahr 1993 durch ein modernes LF 8/6 Löschfahrzeug von Magirus ersetzt. Dieses verfügte nun über einen Löschwasservorrat von 600 l und einen hydraulischen Rettungssatz, mit dem bei Verkehrsunfällen die anstehenden Einsatzszenarien abgearbeitet werden konnten. Hierzu musste infolgedessen natürlich auch die Ausbildung auf dieses neuerliche Aufgabengebiet zusätzlich erweitert werden.

Im Jahr 1994 wurde dann Volkmar Andermann zum Wehrführer gewählt. In dessen Amtszeit wurde der Stellplatz des nun vorgehaltenen und mit einem Wassertank versehenen Löschfahrzeuges winterfest gemacht. Außerdem wurde das Feuerwehrhaus einer grundlegenden Innenrenovierung unterzogen.

Aufgrund der zunehmenden logistischen Bedürfnisse konnte die Feuerwehr Remsfeld dann glücklicherweise im Jahr 2000 auf ein von der Feuerwehr Melsungen ausgemusterten Opel Blitz zurückgreifen, der dort für den Gefahrgutzug als Unterstützungsfahrzeug gedient hatte. In Eigenleistung wurde dieses Fahrzeug durch die Mitglieder der Einsatzabteilung zu einem Gerätewagen Logistik um- und ausgebaut und leistete dann der Einsatzabteilung bis zu seiner Ausmusterung im Jahre 2008 und Überstellung nach Ungarn in vielen Einsätzen wertvolle Dienste.

Bereits im Jahr 2004 hatte Bernd Vollmer zwischenzeitlich die Wehrführung übernommen. In seine Amtszeit fiel zunächst die Feier zum 75-jährigen Bestehen der Feuerwehr. Aus seiner Dienstzeit ragt vor allem aber die wiederum in Eigenleistung vorgenommene Erweiterung des Feuerwehrhauses um eine große Fahrzeughalle heraus. Neben den vielen anderen fleißigen Händen hat sich hier aber gerade der Wehrführer durch seinen unermüdlichen Einsatz ganz besonders hervorgetan. Der Erweiterungsbau, mit dem auch eine komplette Umstrukturierung des Innenlebens des Feuerwehrhauses einherging, brachte insbesondere aber auch eine Aufstockung des Gebäudes mit sich, die nun die Schulungs- und Aufenthaltsräume für die Einsatzabteilung und die Jugendfeuerwehr großzügig beherbergt. Das Bauprojekt, bei dem Remsfelder Feuerwehrleute fast 12.000 Arbeitsstunden leisteten, wurde im Jahr 2007 zum Abschluss gebracht.

Im Jahr 2012 übernahm dann Andre Hippmann als Wehrführer die Geschicke der Remsfelder Brandschützer, was mit einem neuerlichen Generationenwechsel einherging. Der Erwähnung verdienen in dieser Zeit zwei Großeinsätze mit jeweils über 100 eingesetzten Feuerwehrkräften: Einmal der Vollbrand einer Lagerhalle der Stuhlfabrik am 27. Dezember 2012 und ein Unwettereinsatz am 2. Januar 2014, bei dem ein Tornado in Remsfeld große Schäden anrichtete, bei denen der stv. Wehrführer Dr. Ullrich Laabs die Remsfelder Wehr im Einsatz führte.

Die Feuerwehr Remsfeld heute:


Aufgrund geänderter Anforderungen, die mit dem neuen Gewerbegebiet einhergehen, die Herausforderungen des demographischen Wandels und der damit einhergehenden Verpflichtung, auch überörtlich Einsatzaufgaben wahrzunehmen, sowie des Umstandes, dass immer mehr technische Hilfeleistungseinsätze von der Feuerwehr Remsfeld abgefordert werden, haben sich im Laufe der Zeit auch die Einsatzzahlen immer mehr erhöht; so musste die Feuerwehr Remsfeld im Jahr 2014 zu 30 Einsätzen ausrücken, bei denen sehr gut ausgebildete und hochmotivierte Einsatzkräfte zur Abarbeitung der sich stellenden Herausforderungen unverzichtbar waren. Dazu gehörten neben klassischen Brandeinsätzen und einer Mehrzahl von Einsätzen die anlässlich von Verkehrsunfällen erforderlich wurden, nunmehr auch Einsätze, bei denen zum Beispiel den Gefahren austretenden Gefahrgutes begegnet werden musste. Hierfür haben Wehrführer Andre Hippmann und sein Stellvertreter Dr. Ullrich Laabs in den vergangenen vier Jahren ein ebenso anspruchsvolles, wie aber auch zeitintensives Ausbildungsprogramm gefahren, welches neben der tiefgreifenden Verbesserung des Ausbildungsstandards vor allem auch wieder zu einer gesicherten Personalausstattung geführt hat. Gerade im Hinblick auf die Gewinnung von Neu- und Quereinsteigern in die Einsatzabteilung sind diese Bemühungen im Jahr 2013 mit dem Hessischen-Feuerwehr-Preis belohnt worden. Über die umfangreiche und anspruchsvolle Standortausbildung hinaus hat Dr. Ullrich Laabs, seit 2013 zugleich auch stv. Gemeindebrandinspektor, seit 2011 eine monatliche gemeinsame Übung aller Ortsteilwehren im Brandschutzabschnitt etabliert, bei denen alle Feuerwehrkräfte des Efzetals gemeinsam ausgebildet werden, an der mitunter auch die Kräfte des THW und des Roten Kreuzes teilnehmen. Dies hat sich in den Einsätzen bisher hervorragend bewährt. Ebenso gemeinsam üben auf dessen Veranlassung hin die Ortsteilwehren aus Niederbeisheim und Remsfeld gemeinsam, da diese beiden Ortsteile als Unfall- und Rettungszug der Feuerwehr Knüllwald die Verkehrsunfallrettung übernommen haben. Dazu kommt im vierteljährlichen Rhythmus eine gemeinsame Ausbildung des Führungspersonals. Ferner bilden sich die Remsfelder Einsatzkräfte regelmäßig zusammen mit der Gefahrgutgruppe der Feuerwehr Borken in der Abarbeitung von Gefahrgutszenarien aus. Außerdem wird den Einsatzkräften eine wöchentliche Dienstsport-Veranstaltung geboten. Dazu kommt eine Vielzahl von Freizeitangeboten, die der Kameradschaft der ca. 30 aktiven Einsatzkräfte dienen. So werden gemeinsame Wanderungen, Fahrradtouren oder Motorradausflüge unternommen. Auch die mittlerweile schon zur Tradition gewordene ‚Silvesterwache‘ dient dem guten Miteinander der Remsfelder Feuerwehrkameraden, die sich so aufgestellt und ausgebildet den an sie herangetragenen Anforderungen gut gerüstet entgegensehen.
Die letzten 2 Einsätze
31.01.2018 06:10Uhr
BMA
Wallenstein

18.01.2018 14:30 Uhr
Unwetter
Knüllwald
Im Notfall

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